Wissen

Wissen ist Macht

Die Ernährungsmedizin liefert laufend neue Erkenntnisse darüber, wie Essen und Trinken auf Ihre Gesundheit wirkt. Die Fülle an Ernährungsinformationen ist für Laien jedoch häufig verwirrend oder sogar widersprüchlich. Hier finden Sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Ernährungsempfehlungen zum Nachlesen.


Inhalt


Neun Monate „für Zwei“ essen

Spätestens beim positiven Schwangerschaftstest macht sich Frau Gedanken um ihre Ernährung. Schließlich will sie nur das Beste für ihr Ungeborenes.


Das Gewicht einer Frau, was die werdende Mama während ihrer Schwangerschaft isst, wieviel sie zunimmt, das alles prägt den Stoffwechsel des Ungeborenen. So gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Gewicht von Mutter und Kind: Übergewicht bei der Mutter steigert das Risiko für überhöhtes Gewicht beim Neugeborenen, die Gefahr von Geburtskomplikationen und das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes.

Do´s and dont´s der Ernährung

Wer sich vorher schon adäquat ernährt, schafft ideale Voraussetzungen für eine bevorstehende Schwangerschaft. Ist Frau dann in „anderen Umständen“, braucht das Baby schon im Mutterleib qualitätsvolle und abwechslungsreiche Nahrung, damit es optimal gedeihen kann. Isst die werdende Mutter zum Beispiel regelmäßig Fisch und kalt gepresste Pflanzenöle, nimmt sie damit Omega-3 Fettsäuren auf, die sich positiv auf die Gehirnentwicklung des Sprösslings auswirken. Von Alkohol und Nikotin sollte Frau in diesen neun Monaten strikt die Finger lassen. Auch für Zwei zu essen ist nicht nötig, denn der Energiebedarf ist erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel um ca. 250 kcal erhöht. Soviel Energie steckt zum Beispiel bereits in einem Käsebrot und einem Naturjoghurt.

Der Obst- und Gemüsekorb ist bei Schwangeren am Besten immer gut befüllt, denn dann ist die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sichergestellt. Vor allem die Folsäure, besonders in grünem Gemüse enthalten, ist äußerst wichtig.

Jedes Kind ein Zahn?

Das muss heute nicht mehr sein, wenn die werdende Mama genug Milch und Fisch isst. Konkret bedeutet das täglich rund ½ l Milch oder Joghurt und zweimal pro Woche Fisch. Beides darf nicht roh gegessen werden, denn in roher Milch, rohem Käse, Rohfisch und –fleisch können Keime stecken, die dem Ungeborenen Schaden zufügen können.

Marmeladesemmel mit Essiggurkerl...

Gegen morgendliche Übelkeit hilft ein Snack vorm Aufstehen – vielleicht sogar serviert vom werdenden Vater. Besondere Gelüste auf eigenwillige Geschmackskombinationen sind während den neun Monaten Schwangerschaft normal. Wenn Frau ständig vom Heißhunger auf Schokolade geplagt ist, sollte sie auf 5-6 Mahlzeiten achten und lieber Vollkornbrot statt Semmeln und Weißmehl essen. Steht dann der Geburtstermin vor der Tür, sollten nicht nur alle Babyutensilien bereit liegen, sondern auch die Vorratsschränke gut befüllt sein. Für den Vorrat an Reis, Nudeln, Bohnen, tiefgekühltem Fisch, Gemüse, Obst, aber auch vorgekochte und portionsweise eingefrorene Mahlzeiten werden Sie die erste Zeit nach der Geburt dankbar sein!

Artikel erschienen im "Brauch ´ma", Magazin des Landesverbandes der Heimat- und Trachtenvereinigungen Oberösterreichs


So bringt man Kinder auf den gesunden Geschmack

Damit sich Kinder optimal entwickeln können, brauchen sie gutes und gesundes Essen. Der gut gemeinte Rat „Iss Dein Gemüse, das ist gesund“, stößt bei den Kids meist auf taube Ohren, weil sich Kinder unter dem Begriff „gesund“ nur schwer etwas vorstellen können. Für sie zählt das unmittelbare Geschmackserlebnis.

Was Kinder gerne essen und trinken wird sehr stark von den Essgewohnheiten der Familie und der betreuenden Personen geprägt. Weil sich bereits in den ersten drei Lebensjahren die Geschmacksvorlieben entwickeln, sollten Kinder bereits hier möglichst viele verschiedene Lebensmittel kennen lernen. Die Eltern und Großeltern sind dabei Vorbild: wenn Papa beim Salat die Nase rümpft, wird es dem Sprössling wahrscheinlich auch nicht schmecken. Mit Essenszwang erreicht man eher Abneigung. Besser ist es regelmäßig Abwechslung auf das Teller zu bringen und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Kinder sind nicht von sich aus Gemüsemuffel, oft reichen kleine Tricks aus und Ihrem Kind schmecken mehr gesunde Dinge als Sie erwartet hätten. Besonders kleine Kinder erfahren vieles in ihrer Welt mit ihren Händen. Kleine handliche Obst- und Gemüsestifte, kombiniert mit einem Dip regen Kinder zum Kosten an. Aus Erbsen und Cocktailtomaten lassen sich Gesichter legen, aus feinem Vollkornbrot und Topfenaufstrich kann man Figuren ausstechen, die mit einem Happen im Mund landen. Auch das Mithelfen lassen beim Zubereiten eines Obstsalates oder einer Früchte-Topfencreme verführt die kleinen Köche zum Probieren.

Besonders bei Kindern isst das Auge mit. Nutzen Sie den Wiedererkennungswert und achten Sie darauf, dass gern gegessene Gerichte ähnlich aussehen und nicht zu oft am Teller landen. Die Portionsgröße sollten die Kids selbst bestimmen können. Es braucht durchschnittlich 10 bis 15 Versuche, bis Kinder einen neuen Geschmack mögen. Wer also sein Kind zum Gemüse essen anregen möchte beginnt am Besten mit süßen Sorten wie Erbsen, Mais, Karotten oder Kürbis. Einzelne Sorten, in Miniportionen angerichtet, sind beliebter als Mischgemüse.

Die Ernährungsgewohnheiten unserer Kinder spiegeln jene von uns Erwachsenen wider. Sie trinken zuviel gezuckerte Getränke, essen zu süß und das falsche Fett aber zuwenig Milch, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Die Folgen sind steigendes Übergewicht, bereits jedes fünfte Kind in Oberösterreich ist zu dick. Zum Schluss die gute Nachricht: Essgewohnheiten lassen sich mit ein paar Tricks und Geduld umlernen, gerade bei Kindern bestimmt das Angebot die Nachfrage. Fragen Sie doch bei der nächsten Jausengestaltung Ihren Sprössling ob er schon den Kraftflip oder das Kornmäuschen probiert hat.

Original-Artikel erschienen in Gesundheitsbeilage der OÖN, 2009


Die Leber wächst mit ihren Aufgaben...

Was haben unser Bauchumfang und die Leber gemeinsam? Beide warnen uns vor erhöhten Blutfetten und Zuckerkrankheit.

Wenn sich die Fettpölsterchen am liebsten um den Bauch herum ansetzen, dann ist das nicht nur unschön, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Auch unsere Leber leidet dabei mit. Sie setzt bei Überernährung eine dicke Speckschicht an und wir bekommen eine Fettleber. Bislang galt so eine Fettleber als Folge von Diabetes oder erhöhten Blutfetten. Neue Erkenntnisse zeigen jetzt, dass es eher umgekehrt sein dürfte: zuviel Leberfett erzeugt Stoffwechselstörungen (Quelle: Pressemeldung des FET e.V. 12.10.2009).

Wie kommt das Fett in die Leber?

Es sind unsere Ess- und Trinkgewohnheiten, die der Leber zusetzen. Zuviel Zucker, Weißmehl, Naschereien und Alkohol lassen die Fettpolster in diesem empfindlichen Organ wachsen. Die Folgen sind Wohlstandskrankheiten wie Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Somit halten wir unsere Gesundheit selbst in der Hand, denn verbessern wir unsere Essgewohnheiten, kann die Leber wieder aufatmen und der Schwimmreifen um den Bauch verschwinden.

Die 5 besten Tipps gegen Bauch- und Leberfett

  1. Wir tun unserer Leber nur Gutes, wenn wir für 4 alkoholfreie Tage pro Woche sorgen. So kann sich unser wichtigstes Stoffwechselorgan erholen und seine Aufgabe optimal erfüllen.
  2. Die besten Durstlöscher sind zuckerfrei. Das macht Leitungswasser, Mineralwasser und Tees zu idealen Getränken, von denen wir täglich 1,5  - 2 l trinken sollten.
  3. Salat, Gemüse und Obst sind gegen das Bauchfett ein Muss. Ob roh oder gekocht ist dabei nicht so wichtig. Hauptsache es sind 2 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst und 1 Portion Salat täglich.
  4. Wer mehrmals täglich Naschereien und Süßigkeiten futtert sollte schnell die Not-bremse ziehen. In diesem Fall ist weniger mehr.
  5. Zwei bis drei fleischlose Tage pro Woche entlasten unseren Stoffwechsel und fördern unsere Gesundheit. Mittels Wochenplan lassen sich die Fleisch-, Fisch- und fleischlosen Tage optimal kombinieren. Das schafft zusätzlich auch mehr Abwechslung im Essalltag.

Ein erhöhter Bauchumfang und Fettleber treten meist gemeinsam auf. Ob Sie um die Körpermitte zu füllig sind können Sie ganz einfach nachmessen: bei Männern soll der Bauchumfang max. 102 cm, bei Frauen max. 88 cm betragen. Normalisieren Sie Ihren Bauchumfang, bessert sich auch der Zustand Ihrer Leber. Ernährungsberatung durch Diaetologen gibt Ihnen die notwendige Unterstützung, die Sie zur dauerhaften Veränderung Ihrer Essgewohnheiten brauchen.

Bestimmen Sie hier Ihren BMI und Energiebedarf.



die Essperten - Ernährungsberatung
die Essperten - Ernährungsberatung
Essperten-Rezepte
Essperten-Rezepte sind einfach in der Zubereitung, gesund und treffen den Geschmack jedes noch so verwöhnten Gaumens.
die Essperten - Ernährungsberatung
die Essperten - Ernährungsberatung
die Essperten - Ernährungsberatung
die Essperten - Ernährungsberatung
Wer sind wir?
Wer steckt hinter den Essperten?
die Essperten - Ernährungsberatung
die Essperten - Ernährungsberatung